Fohlenjahrgänge und jeweils aktuelle Zuchtplanung: siehe "Geburten im Grasengrund".

Im Jahr 2021 gab es am Anfang des Jahres sehr spät, aber dafür sehr viel Schnee - und das z.T. bei herrlichem Sonnenschein. Pudrig war er und lud so zu glitzerden Ritten ein. Die Kehrseite in diesem wolfsreichen Gebiet sind die Zäune und diese frei zu halten. Aber es war geglückt. Als es wärmer wurde, habe ich Vakandi wieder ein Stück weiter gearbeitet, um ihn auf das Anreiten zum Ende des Jahres vor-zubereiten. Er ist ein Schatz und macht seeehr viel Freude! Dann habe ich mir einen lange ersehnten Traum erfüllt: Ich habe mir auf Island eine gute und geprüfte Stute, Bleik frá Kjarri, gekauft und diese von Spuni frá Vesturkoti decken lassen. Sie ist im Dezember zu mir nach Deutschland gekommen. Ende Mai kam das erste Fohlen, die erste Tochter von Vakandi, Maírós vom Grasengrund: Eine extrem gelun-gene Erdwindfarbene, von der die Dame vom Zuchtverband bei der Eintragung im Spätsommer sagte: "Besser geht nicht." Im Juni kam das zweite Fohlen - ein toller Bub, Thorvaki vom Grasengrund. Aber ein weiterer Hengst konnte nicht bleiben und er hat einen grandiosen neuen Platz bekommen. Vakandi hat Tillfinning und Threnning gedeckt. Er verhält sich den Stuten und den Fohlen gegenüber sehr, sehr gut.

Aber wie heißt es: Wo Licht ist, da ist auch Schatten.

Da waren Kleinigkeiten wie das Unverständnis für, sagen wir mal, die Strukturen des IPZV, weshalb ich die Mitgliedschaft gekündigt habe. ... Und da hatte ich eine alte Idee aus 2018 - damals schrieb ich hier ja auch davon - wieder hervorgekramt: die Zucht von Speed Racking Horses oder Single Footing Horses. Und weil sich hier mittlerweile eine kleine Szene entwickelt, hatte ich Kontakte aufgenommen, und auch bei meinem Zuchtverband nach Möglichkeiten gefragt. Aber auch in diesem Bereich, obwohl noch in den absoluten Kinderschuhen, geht es nach meinem Eindruck nicht in erster Linie um den gemeinsamen Aufbau, sondern hat schon das Abstecken der Pfründe begonnen. Dieses zusammen mit meinen Über-legungen zu den Rassemerkmalen der schnellen Tölter, die ich gegen die des Islandpferdes noch einmal abgewogen habe, lässt mich beim Islandpferd bleiben.

Sorgenvolles gab es natürlich auch, das sich zum Glück zum Guten wandelte, wie z.B. eine OP meines alten Katers.

Doch auch einen schmerzenden Abschied, wie den von meinem alten guten Freund Petterson. Aber auch das ein alter Satz: Für jeden ist es irgendwann Zeit zu gehen. Und ich hoffe, dass er mit wehen-den Ohren Petrus hilft, wenn der seine Schlüssel in den Wolken verloren haben sollte. So oft hat er mir auf weiter Flur in gleicher Weise geholfen! Mein alter Freund.

 

Nun erwarte ich - und der Neue (Fiete) ist auch mit von der Partie - den Jahreswechsel und hoffe auf ein wunderbares Jahr 2022. Und genau das wünsche ich Euch allen auch!


It's just good business.“

 

In den vergangenen Wochen ist eine heiße Diskussion in den Sozialen Medien über die Notenvergabe bei den bereits abgelaufenen FIZO-Prüfungen entstanden und diese hinterlässt den Eindruck, dass die beschlossene Bewertungsskala nicht bei allen richtig angekommen ist. 

Aus diesem Grund lädt der IPZV e.V. alle Interessierten zu einem virtuellen Reiter-Richter-Gespräch ein, in dem möglichst viele offene Punkte aufgeklärt werden sollen und die Bewertungsskala erläutert wird.“ (https://www.ipzv.de/newsdetail-zucht/fizo2021-einladung-zum-virtuellen-reiter-richter-gespraech-umsetzung-der-aenderung-in-der-bewertungsskala.html , der Link muss manuell eingegeben werden, da er hier nicht funktioniert; zuletzt aufgerufen am 30.05.2021)

 

Es ist einfach zu sagen, dass der andere aus Unwissenheit mit der Situation unzufrieden ist. Wenn der andere einfach unwissend ist, dann bleibt man im Recht. Schnell und einfach und ohne Diskussion ist die Deutungshoheit – auch allen Zaungästen gegenüber - gesichert.

Die Frage, ob vielleicht nicht das geschriebene Wort, sondern dessen Umsetzung in Zweifel gezogen wird, die kann so schnell verdrängt werden. In einer Familie, der immer mal wieder und gern beschworenen „Islandpferdefamilie“, scheint so ein autoritäres Elternpaar die „Kleinen“ zu belehren, scheint so jede unerwünschte Diskussion zu unterbinden.

 

Warum? Weil es um Geld geht? Und mit all den sinnvollen und sinnlosen Zusatzprodukten, den Lehrgängen und Unterweisungen, Kaderbindungen … um eine ganze Menge Geld. Und wie heißt der Spruch: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Und so geht es nicht um Ideale (oder nicht nur), sondern letztendlich ums Geld.

 

Tölt is assessed in the speed range the horse possesses, that is slow, medium and fast tempo. In order to achieve scores of 9.0 or higher the horse needs to show speed changes (that is a clear acceleration and/or slowing down) and that the horse maintains good balance when the rider clearly loosens the reins (for at least 3 seconds). These tasks, when well per-formed by the horse, can also raise the scores at lower levels. Ich lerne immer neu dazu: “balance” bei einem Hengst im 2. Lauf (Minute 27:12 und folgende, IPZV-Mediathek Donnerstag Fizo Verden):

Mit einer Erhöhung auf die 9 bewertet wurde kurzes Nachgeben der Zügel und sofortige Haltungs-, Durchlässig-keitsprobleme. Diese werden in diesem Fall nicht gezählt. Es wird dann ja auch besser: 1/Xtel Sekunde (dann Zuppen am Zügel) + 1/Y Sekunde (dann Zuppen am Zügel) + 1 Sekunde … = am Ende zusammen 3 Sekunden: Passt doch.    ;-)

 

Richturteile im Sport und in der Zucht sind am Ende Ermessenssache – aber auch meine Bewertung solcher Vorgänge: Und ich finde, dass hier die Vorgaben nicht im Wortsinn angewendet werden. Dann muss man schauen, ob die Vorgaben bei allen gleich nicht nach dem genauen Wortlaut angewendet werden - zum Positiven für alle wäre das eine schöne Sache. Also schauen wir weiter:

 

Ein besonderes Beispiel der Jungpferdeprüfung Handorf dieses Jahr sind die Sekunden 0:46:40 - 0:46:58 im Vergleich zu den  Sekunden 1:01:11 - 1:02:39 https://www.youtube.com/watch?v=GSZK1477Ydc&t=1s  (zuletzt aufgerufen am 13.05.2021) Übertrieben gesagt: die Zukunft des unbekannten Ersten hat eine eher düstere Prognose, während die des Zweiten "eigentlich", "glaube ich", "für mein Gefühl" und sich hineindenkend als ausgesprochen positiv angesehen und entsprechend benotet wird. Da strotzen die Richterkommentare also nur so von Selbstrelativierungen – aber ein Züchter, der den Junghengst aufgrund seiner Noten bucht, der weiß nichts davon. „It's just good business.“

 

Wenn dann nicht vermittelt würde, dass die Noten objektiv und wichtig sind, dann wäre ja alles gut. Für etliche Menschen sind sie Basis für Zucht- und / oder Kaufentscheidungen, da muss man wissen, dass die Noten nur bedingte Aussagekraft haben.

(Prüfungen sollten unter allen Umständen möglichst objektiv sein, denn um ein zugespitztes, aber denkbares Gedan-kenbeispiel zu bemühen: Der hochgeprüfte Hengst wird seine Noten die folgenden Jahre tragen, er wird verkauft, er wird vom neuen Besitzer zum Deckeinsatz angeboten, ein Stutenbesitzer, der jahrelang gearbeitet und gespart hat, um sich seinen Traum zu erfüllen, lässt seine Stute von dem Hengst decken, weil er den Noten vertraut ... )

 

         PS: Und natürlich hatte ich in der Vergangenheit die direkten Gespräche gesucht - aber das war vertane Zeit. Und dafür ist mir meine Zeit dann doch zu kostbar.

Ich schließe jetzt die Auszählung meiner kleinen Mai-Umfrage - und danke allen, die die letzte Woche  mitgemacht haben, herzlich!!!

Und meine Vorliebe für die schnellen Speed Racker muss ich, was die Zucht angeht, noch einmal über-denken. Wobei sie ja beides können sollen: Sehr schnell "hochfahren" und genauso schnell wieder chil-len. Aber das müsste man dann tatsächlich selbst einmal ausprobieren. Der Vogelstocker Hof bietet Schnupperritte. Vielleicht ist da im Sommer eine Möglichkeit? In dien vielen Videos ist es oft zu sehen - aber es gibt auch genug, bei denen die Pferde erst glücklich laufen, wenn sie schnell sein dürfen.

Ich kann mir aber generell vorstellen, dass die Pferde es können. Denn vermutlich sind genug Pferde in ihrem Blut, die beim Viehtrieb etc. arbeiten mussten. Solche Pferde müssen schnell hochfahren und schnell runterkommen. Beim Isländer ist das hochfahren oft einfach - das mit dem Runterkommen finde ich oftmals nicht ganz so lässig. Das sieht man auch bei dem Tempoverstärken und Zurücknehmen: Selbst bei den Spitzen unserer Reiterei wirkt es eher selten elegant und mühelos. Hm-hm-hm.  Alles nicht so einfach.

 

am liebsten schnelle Tölt-Ritte

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Wechsel von schnellen und geruhsamen Tölt-Ritten

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mittelschnelle Tölt-Ritte

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Wechsel von mittleren und geruhsamen Tölt-Ritten

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geruhsame Pferde und geruhsame Ritte aus dem Gefühl innerer Ruhe oder vielleicht auch aus Sorge oder aus ganz anderen Gründen

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Im Jahr 2020 sind die 2018er, Ármann und Alvína, und Vakandi (2017) groß geworden.

Mit Vakandi habe ich schon ein wenig die Arbeit vom Boden aus vertieft - er hat einen Traumcharakter. Außerdem hat er das erste Mal gedeckt: Tilfinning. Eine Hoffnung auf ein wunderbares Fohlen in 2021.

Lilja hat ein ganglich grandioses Stutfohlen, Hlín, geboren, charakterlich sehr zuckrig, aber auch ein kleines Früchtchen. Außerdem ist Threnning eingezogen, eine wunderschöne Stute, die mich sehr an meine alte Vina erinnert.

Der Heidekönig 2020:



Zwei Tage Winter im neuen Jahr :-)

2019 gab es eigentlich nichts Besonderes.


Das Jahr 2018 war auf dem Hof wie jedes Jahr im Leben vom Schönen, weniger Schönen und auch von Traurigem geprägt:

 

Monatellange Dürre

Die Rosen mochten's.

Aber auch drei gesunde Fohlen, die zur Welt gekommen sind: Alvina, Armann und Aeringi .

Schön.


Gegenentwurf - Oder die "Anpassung" des Islandpferdes

 

"FOR YOUR ICELANDIC - FEELING"?!

 

Das Werbebild mit dem Titel ist mal sichtbar und mal nicht mehr in der Ergebnisliste. Es ist / war ein Islandpferd: eingedeckt und "gestiefelt" vor isländischer Landschaft. Ein Kommentar dazu war nicht notwendig.


Es ist nur ein Blüte unseres Islandpferdewesens. Aber es zeigt - leider - den Weg weg von Natur und Natürlichkeit - rein in die Box, die Schur und die Geschenkverpackung.

 

Landsmót

 

- schon spannend, die Veränderungen:

Die kann reiten! Da habe ich verstanden, was "Rahmen erweitern" wirklich ist :-)